Freude - Essenz, Götterfunken, Schöpferkraft

Was Schiller schon wusste, Tesla meinte, im Buch "Eselsweisheiten" so eindrücklich beschrieben wird und so viele andere uns immer wieder zu sagen versuchen. Die Freude ist der Schlüssel zu deinem Lebensglück und deinen Erfolg, täglich frei für jeden verfügbar, denn du brauchst dich nur dafür entscheiden und ein Lächeln aufsetzen, dann wirkt es wie dein persönlicher Zaubertrunk Felix Felicis:

 

Freude, schöner Götterfunken, 
    Tochter aus Elysium, 
Wir betreten feuertrunken, 
    Himmlische, dein Heiligthum. 
Deine Zauber binden wieder, 
    Was die Mode streng getheilt; 
Alle Menschen werden Brüder, 
    Wo dein sanfter Flügel weilt.

Chor.

Seid umschlungen, Millionen! 
    Diesen Kuß der ganzen Welt! 
    Brüder – überm Sternenzelt 
Muß ein lieber Vater wohnen. 
 

Wem der große Wurf gelungen, 
    Eines Freundes Freund zu sein, 
Wer ein holdes Weib errungen, 
    Mische seinen Jubel ein! 
Ja – wer auch nur eine Seele 
    Seinnennt auf dem Erdenrund! 
Und wer's nie gekonnt, der stehle 
    Weinend sich aus diesem Bund.

Chor.

Was den großen Ring bewohnet, 
    Huldige der Sympathie! 
    Zu den Sternen leitet sie, 
Wo der Unbekannte thronet. 
 

Freude trinken alle Wesen 
    An den Brüsten der Natur; 
Alle Guten, alle Bösen 
    Folgen ihrer Rosenspur. 
Küsse gab sie uns und Reben, 
    Einen Freund, geprüft im Tod; 
Wollust ward dem Wurm gegeben, 
    Und der Cherub steht vor Gott.

Chor.

Ihr stürzt nieder, Millionen? 
    Ahnest du den Schöpfer, Welt? 
    Such' ihn überm Sternenzelt! 
Über Sternen muß er wohnen. 
 

Freude heißt die starke Feder 
    In der ewigen Natur. 
Freude, Freude treibt die Räder 
    In der großen Weltenuhr. 
Blumen lockt sie aus den Keimen, 
    Sonnen aus dem Firmament, 
Sphären rollt sie in den Räumen, 
    Die des Sehers Rohr nicht kennt.

Chor.

Froh, wie seine Sonnen fliegen 
    Durch des Himmel prächt'gen Plan, 
    Wandelt, Brüder, eure Bahn, 
Freudig, wie ein Held zu Siegen. 
 

Aus der Wahrheit Feuerspiegel 
    Lächelt sie den Forscher an. 
Zu der Tugend steilem Hügel 
    Leitet sie des Dulders Bahn. 
Auf des Glaubens Sonnenberge 
    Sieht man ihre Fahnen wehn, 
Durch den Riß gesprengter Särge 
    Sie im Chor der Engel stehn.

Chor.

Duldet muthig, Millionen! 
    Duldet für die beßre Welt! 
    Droben überm Sternenzelt 
Wird ein großer Gott belohnen. 
 

Göttern kann man nicht vergelten; 
    Schön ist's, ihnen gleich zu sein. 
Gram und Armuth soll sich melden, 
    Mit den Frohen sich erfreun. 
Groll und Rache sei vergessen, 
    Unserm Todfeind sei verziehn. 
Keine Thräne soll ihn pressen, 
    Keine Reue nage ihn

Chor.

Unser Schuldbuch sei vernichtet! 
    Ausgesöhnt die ganze Welt! 
    Brüder – überm Sternenzelt 
Richtet Gott, wie wir gerichtet. 
 

Freude sprudelt in Pokalen, 
    In der Traube goldnem Blut 
Trinken Sanftmuth Kannibalen, 
    Die Verzweiflung Heldenmuth – – 
Brüder, fliegt von euren Sitzen, 
    Wenn der volle Römer kreist, 
Laßt den Schaum zum Himmel spritzen: 
    Dieses Glas dem guten Geist!

Chor.

Den der Sterne Wirbel loben, 
    Den des Seraphs Hymne preist, 
    Dieses Glas dem guten Geist 
Überm Sternenzelt dort oben!

Festen Muth in schwerem Leiden, 
    Hilfe, wo die Unschuld weint, 
Ewigkeit geschwornen Eiden, 
    Wahrheit gegen Freund und Feind, 
Männerstolz vor Königsthronen, – 
    Brüder, gält' es Gut und Blut – 
Dem Verdienste seine Kronen, 
    Untergang der Lügenbrut!

Chor.

Schließt den heil'gen Zirkel dichter, 
    Schwört bei diesem goldnen Wein, 
    Dem Gelübde treu zu sein, 
Schwört es bei dem Sternenrichter!

Friedrich Schiller, 1808

 

Vertont von Ludwig van Beethoven
Die 9. Sinfonie in d-Moll op. 125, uraufgeführt 1824, ist die letzte vollendete Sinfonie des Komponisten Ludwig van Beethoven. Im Finalsatz der Sinfonie werden zusätzlich zum Orchester auch Gesangssolisten und ein gemischter Chor eingesetzt. Als Text wählte Beethoven das Gedicht An die Freude von Friedrich Schiller. (Quelle: Wikipedia)

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