Jeder Cent meines Mannes gehört mir

Als Mutter verdiene ich jeden Cent mit, den mein Mann nach Hause bringt.

 

Ich poste ein Bild von mir, wie ich am Mittwochvormittag in der Badewanne liege. Und das obwohl ich berufstätige Mutter bin. Sofort werden die ersten Stimmen laut, dass ich mir von seinem Geld ja ein tolles Leben machte, wie sehr mein Ehemann mit so einer egoistischen Frau zu bedauern wäre; ob ich nichts Besseres zu tun hätte etc.

 

Was keiner bedenkt: ich arbeite mehr als 40 Stunden die Woche. Ich teile mir meine Arbeit anders ein, oft fremdbestimmt, weil unser Kind Asthma hat und dann nicht in die Kita kann. Ich wache nachts auf, weil ich Ideen habe, die von mir teilweise sofort am Schreibtisch umgesetzt werden wollen, ich sitze bis 24 Uhr am Schreibtisch, weil ich am Vormittag mit dem Kind unterwegs war, ich arbeite am Wochenende, ich bekoche die Familie, kümmere mich um das Kind bzw. die Kinder und „nebenbei“ baue ich meine Unternehmen auf. Selbst, wenn ich keinen Cent einnehmen würde, ist meine Arbeit absolut gleichwürdig zu der Arbeit meines Mannes. Ich halte ihm den Rücken frei, damit er Vollzeit ohne Unterbrechungen vollkonzentriert tun kann, was er eben tut. 

 

Dafür erwarte ich keine Hilfe im Haushalt von ihm. Ich erwarte, dass er SEIN Geschirr selbst in die Spülmaschine räumt, SEINE Küche saubermacht, während ich das Kind ins Bett bringe, ich erwarte sogar von ihm, dass er SEINEN Sohn genauso oft ins Bett bringt wie ich (oh, das sind jetzt 6 x 365 – ca 10 – ich bin dann mal weg), dass er seine Hemden selbst bügelt (tut er inzwischen) und sein Bett selbst macht. Ich finde es völlig normal, dass in einer, wenn auch ehelichen Wohngemeinschaft, Arbeiten gemeinschaftlich übernommen werden. Das heißt für mich nicht, dass wir aus dem Großeinkauf am Wochenende ein Familienevent machen müssen, sondern vielmehr, dass einer dies erledigt während der andere was anderes erledigt und jeder sich seinen Hintern ab einem gewissen Alter selbst abwischt ... im übertragenen und im praktischen Sinne. Warum ich mir ausdenken muss, was er essen möchte, wo er doch nichts mag, erschließt sich mir nicht. Wieso sollte ein Partner Wochenende/Urlaub haben, während der andere deshalb keins hat?

 

Zu meinem Glück kann ich inzwischen gut liegenlassen: Geschirr, Wollmäuse, Wäsche. Ich fokussiere mich auf lohnende Projekte. Was ineffizient ist ignoriere ich. Ok, gelingt mir nicht immer.

 

Nicht ignorieren kann ich, wie auch im 21. Jahrhundert, mit ungeahnten technischen Möglichkeiten berufstätige Mütter sich bis zum burnout abrackern, Erwerbsarmut und Altersarmut erfahren.

 

Ich möchte sie wie Dornröschen mit der Spindel stechen ... damit sie endlich aus ihrem 100jährigen Schlaf aufwachen. 

 

F**ck Ehegattensplitting und Frauenquote. Wir Mütter arbeiten bereits als Führungskräfte. Wir führen unsere Zukunft, nämlich unsere Kinder an. Wer die Bedeutung dessen und damit unserer (Care-)Arbeit noch nicht verstanden hat, besitzt nicht die Fähigkeit die Konsequenzen seines Handelns zu bedenken. Ähnlich, wie ein Kleinkind. So jemand sollte keine wichtigen Entscheidungen treffen dürfen. 

 

Das Ehegattensplitting hält die Frauen mental und finanziell klein. Was maßt sich ein Ehemann an, seiner Frau ein Taschengeld zu geben?! Und wie viele Frauen wissen überhaupt, dass ihnen per Gesetz ein Taschengeld zustünde?

 

Frauen befreit euch! Wartet nicht auf politische Maßnahmen oder die Unterstützung eures Arbeitgebers. DU hast die Macht! 

 

Als erstes boykottierst du alle Lebensmittel im Supermarkt, die Zuckerzusatz enthalten. Und wundere dich nicht, den findest du sogar in Schinken und Speck.

 

Zucker ist die gestaltgewordene Lobotomie des 21. Jahrhunderts. Es verklebt sozusagen das Gehirn. Vor allem aber das unserer Kinder. Wenn du ein hypersensibles, ein begabtes, ein AD(H)S oder ein autistisches Kind hast (und welche Mutter hat das heutzutage nicht?!), dann lass die Finger von dem Sch***ß. Gib ihm Obst, Gemüse, glutenfreies Getreide wie Reis, minimal Hafer (der kann auch „stechen“), Kartoffeln, ungeschwefeltes Trockenobst. Reduziere TV und Internet und du wirst dich wundern, wie ruhig ihr alle nach ein paar Wochen werdet. 

 

Und das gibt dir auch die Freiheit und die Kraft, dich um andere Dinge zu kümmern. Sei es deinen Job, dein Unternehmen oder was auch immer, dir am Herzen liegt. 

 

Finde einen Arbeitgeber oder einen Job, den du wirklich, wirklich machen willst. Denn nur, wenn du deine Arbeit wirklich gerne machst, hast du die Kraft stressige Zeiten durchzustehen. Je sinnloser deine Arbeit für dich ist, desto kränker macht sie dich. Es ist nicht logisch 8 Stunden am Tag mit etwas zu verbringen, das dich krank macht und es ist unverantwortlich der Gesellschaft gegenüber, die für die Kosten deines Ausfalls aufkommen musst. 

 

Falls du deine Arbeit nur gerade so magst, ist das völlig in Ordnung. Dann finde ein Hobby, welches deine Seele zum Singen bringt. 

 

Der Sinn des Lebens ist nicht Leiden. Der Sinn des Lebens ist, dass du deine Gaben (und jeder hat welche) lebst und damit zum Großen Ganzen beiträgst. Das bedeutet, dass wir zu Freiheit und Eigenverantwortung „verdammt“ sind. Nur wir entscheiden, über unser Wohl und Wehe und wir haben die Freiheit jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde neu zu entscheiden.

 

Mutter entscheide dich für das was du wirklich, wirklich verdienst!

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Kommentare: 1
  • #1

    Sabine (Mittwoch, 10 Juli 2019 15:59)

    Ich stimme dir in allem hundertprozentig zu!
    Danke!