Locker lassen und mehr schaffen - (k)eine Anleitung

Am Strand liegen und sein "living" machen - unser aller Traum oder doch bald Wirklichkeit?
Am Strand liegen und sein "living" machen - unser aller Traum oder doch bald Wirklichkeit?

Lernen ist für mich keine Arbeit.  

Ich lerne total gerne. In Büchern, die von anderen Menschen geschrieben wurden, in ihren Bildern und allen anderen Ausdrucksformen ihrer Arbeit (Filme, Coachings, Produkte, verwendete Materialien, entstandene Formen ...) gehe ich auf Expedition. Ich finde es so unglaublich spannend, was andere Menschen erlebt, wohin sie sich entwickelt haben, ich liebe es, wenn ich mit ihnen Weinen und Lachen, aber vorallem, wenn ich sie anfeuern darf, weil ich schon ihre Kraft und Schönheit sehe, und sie selbst noch nicht. Deshalb bin ich Unternehmerin und Coach geworden. 

Und für mich ist es selbstverständlich, dass ich noch lange nicht ausgelernt habe. Das wäre ja auch langweilig. Dennoch bringen mich meine eigenen Learnings durchaus zum Schmunzeln. 

Heute bspw. habe ich gelernt, dass ich viel mehr Freiheit habe, als ich nutze. Ich habe heute morgen festgesteckt in meiner Strategieplanung für die nächsten 6 Monate, der Vorbereitung für die OnlineCoachings, meinen vielen Ideen zur visuellen und inhaltlichen Umsetzung. Da war so viel, aber ich bekam nichts wirklich zu packen. Meine Arbeitszeit, also die Zeit wo mein Kind in der Kita ist, ist mir heilig. Ich brauche einfach meine Ruhe um die Sachen auch mal zuende denken zu können. Dachte ich zumindest. Bis heute. 

Da bin ich einfach weggefahren, als ich die drohende Blockade geradezu körperlich spüren konnte. Ich bin aufgestanden, in mein Auto gestiegen und nach Bonn gefahren. Obwohl ich weder bei Chef noch Stechuhr abgemelden muss, hatte ich zuerst ein schlechtes Gewissen. In der Stadt habe ich mich mit allem und nichts beschäftigt, Auslagen und Produkte betrachtet, den Menschen um mich herum gelauscht, mich gefragt, welche Geschichten sie zu erzählen haben. Nach fast 2 Stunden habe ich merkt, wie quasi die Eieruhr in mir klingelte. Fertig. Genug im Unterbewusstsein gegärt, jetzt wollen wir raus!

Also bin ich zum Ofen habe das Brot rausgeholt, den Apfelbaum geschüttelt und die Kissen gelüftet (hab mein Auto aus dem Parkhaus geholt, mich an meinen Schreibtisch begeben) und siehe da, plötzlich sind mir einige Dinge quasi in den Schoß gefallen (und meine Ideen aufgeschrieben und angefangen sie mit Leichtigkeit umzusetzen). Das war herrlich. Ich habe viel mehr geschafft und mich dafür viel weniger gestresst.

 

Als Unternehmerin darf ich mir nicht nur mein (Arbeits-)Leben so gestalten wie ich will, ich darf auch den inneren Chef, den ich offensichtlich noch zu oft in meinem Ohr habe, zum Teufel jagen. „Danke, dass du auf mich aufgepasst hast, ab hier übernehme ich! Denn ich bin die wahre Chefin hier!“

Kennst du das auch, dass du an stellen zu „brav“ bist, wo du es gar nicht mehr sein brauchst?

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