Wenn das Ying doch nur schon da wäre

Mag sein, dass wir Frauen noch nicht wirklich gleichberechtigt sind; dass unsere Gehälter und unsere Zahl in Führungspositionen einer Egalität ziemlich hinterherhinken.
Doch schauen wir was mal, was unsere Mitfrauen in den letzten 100 Jahren alles erreicht haben.

Und dann schauen wir mal, ob wir das überhaupt nutzen.

Kann es sein, dass wir hinterherhinken?

Und zwar einem Bild, dem wir eigentlich gar nicht entsprechen wollen?

 

Was auch immer für dich typisch weiblich ist, für mich ist es die Instinktnatur, die Verbundenheit mit den Rhythmen der Natur, mit dem Ein und Ausatmen. Es ist das zyklische Aktiv und Passiv, das ebensolche extro- und introvertierte Arbeiten, sowohl im Monats- als auch im Lebensverlauf.

 

Wir sind nicht 24/7. Wir ziehen uns nach innen zurück, wenn die Natur es erfordert. Nachts, im Winter, in der Phase mit kleinen Kindern, in der zweiten Zyklushälfte. Wir schreiten wie Königinnen durchs Außen vor dem Eisprung, tagsüber und im Frühling und Sommer. 

 

Ja, unsere Zivilisation hat wunderbare Technologien hervorgebracht. Aber diese roboterhafte allways-on-Schicht ist aus hauchdünnem Eis, die sofort bricht, wenn im Angesicht von Naturkatastrophen die Chance für Plünderungen besteht und wenn wir unsere Tage haben. Beides blutig. Ja, das ist Polemik.

 

Wir Frauen sind bereits vollkommen. Wir müssen es nicht erst werden, teure Trainings durchlaufen oder sonstwie optimiert werden. Und die Männerwelt da draußen verlangt genau das: dass wir uns einbringen, dagegen halten, inspirieren, Denkansätze der ganz anderen Art auf den Konferenztisch bringen. 

Weil wir so sind wie wir eben sind. 

 

Wenn wir Frauen das erkennen, dann gibt es für uns kein Halten mehr. Dann können wir auf unsere Art endlich unser Sosein leben. Uns zurückziehen oder forsch auftreten, wenn es uns entspricht und wir auf diese Weise endlich 100 Prozent leben. 

Wenn wir endlich wieder unserer Intuition vertrauen und dieses Wissen mit unseren Mitmenschen teilen. 

Wenn wir ganz selbstverständlich wir selbst sind. Denn nur, wenn wir uns selbst in Frage stellen, spiegelt uns das auch unsere Umwelt. 

 

Das Yang hat die ganze Zeit nur auf uns gewartet bzw. es herausgefordert, nicht unterdrückt. Der Mann ist da einfach anders. Der wartet aktiv. Wir sind nicht so passiv wie wir uns selbst glauben gemacht haben. Gehen wir endlich ying.

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