Mama soll es besser haben

Gerade Mütter vergessen oft, sich ein großes Stück vom Kuchen abzuschneiden.
Gerade Mütter vergessen oft, sich ein großes Stück vom Kuchen abzuschneiden.

·     Mütter leiden an burnout, chronischem Geldmangel und Altersarmut

·     Wir können das sofort ändern

·     Ideenreichtum die wichtigste Kompetenz – nicht nur für Frauen und Mütter

 

Jahrelang habe ich mich als Opfer betrachtet. So richtig schlimm wurde es, als ich das erste Mal Mutter wurde. Bei der Abschlussprüfung zum staatl. geprüften Betriebswirt war ich schon schwanger. „Alles nur eine Frage der Organisation.“ war meine Devise, Arbeiten mit Kind für mich selbstverständlich und 8 Monate nach der Geburt meines ersten Kindes hatte ich eine Anstellung: 40 Stunden, mit Homeoffice. Nach 6 Monaten wurde mir gekündigt – nicht meine Schuld. Das System war schuld. Oder die Männer. 21 Jahre später habe ich 4 Kinder von 3 Vätern, in so viel Jobvarianten gearbeitet wie es überhaupt gibt und jetzt kann ich dir sagen, wie der Hase läuft – nämlich ganz anders als wir bisher gedacht haben:

 

Das Leben meint es gut mit uns. Nur, dass wir weder unsere Freiheit noch unsere Fähigkeiten nutzen. Im Gegenteil, die wichtigste Fähigkeit überhaupt im Leben lassen wir uns und unseren Kinder systematisch abtrainieren. 

 

Als ich mit 32 Gebärmutterhalskrebs bekam, hatte ich zwei gesunde Kindergartenkinder, einen sicheren Teilzeitjob und einen Ehemann. Ich war aber total unglücklich, trennte mich von meinem „schuldigen“ Mann und ging 1 Jahr nach der Krebs-OP ins burn-out. Und im Rahmen diverser Therapien wurde mir bewusst, dass es ganz viel in mir gibt, dass ich mich nicht traute zu leben. Stärkste Kraft in mir war mein Ideenreichtum, damals noch getarnt als der Wunsch nach einem künstlerischen Hobby. 

 

Seitdem habe ich mich so intensiv weitergebildet über Lebensglück, Erfolg, Kreativität, dass ich im Rahmen meines Pädagogikstudiums merkte, dass ich im Grunde genommen ein wandelndes Kochbuch war. Nur ... von einem Rezept allein, ist noch niemand satt geworden. Eine Zutat fehlte noch.

 

Und das war nicht der neue Ehemann. Beim nächsten Mann wird nix anders, wenn wir uns nicht ändern. Und es wird auch nach einer Trennung nicht anders. Das habe ich sehr leidvoll erfahren und bin auf halbem Weg zu meinem zweiten Ehemann zurückgekehrt – zu dem Preis, dass meine volljährige Tochter und mein fast 17 Jähriger Sohn nicht mitwollten und ich mich von Ihnen getrennt habe. 


Wie verrückt muss eine Mutter sein um so etwas zu tun?!

 

Die Antwort: völlig. Ich war nur noch ein Nervenbündel, total verschuldet, ohne Einkommen, am Rande eines erneuten Nervenzusammenbruchs. Und immer noch dachte ich, meine Umstände sind verantwortlich für mein Glück oder Unglück. Ich konnte gar nicht entscheiden. Denn in diesem Zustand handeln wir nur noch reflexartig, wie in Trance.

 

Als ich verstanden hatte, wie der Faden in diesem scheinbar undurchdringlichen Wollknäuel wirklich läuft, habe ich darüber ein Buch geschrieben und meinen eigenen Verlag gegründet. 

 

Vorderstes Anliegen ist es mir, dass Frauen, vorallem Mütter in diesem Land aus der Opferrolle aussteigen und es mal besser haben. Denn, wenn es Mama besser geht, geht es den Kindern und letztlich unserer Wirtschaft, unserer Politik, einfach allem besser. 

 

Wie das?

Als einzige Spezies auf diesem Planeten haben wir einen freien Willen und ein enormes Bewusstsein. Wir nutzen es nur zu einem winzigen Bruchteil. Wenn wir aus dem reinen Überlebensmodus, dem Modus der Reflexe und Instinkte aussteigen und uns unserer Motive, Gedanken und daraus resultierenden Handlungen bewusst werden, können wir anfangen unser Leben erfolgreich zu gestalten.

 

Dabei gilt: ideenreich = erfolgreich. Auch Ideen haben wir nur in einem relativ entspannten Zustand. Wer Ideen hat, findet immer ein Lösung. Zu alltägllichen Problemen genauso wie zu unternehmerischen oder globalen Fragestellungen ...

 

Mütter müssen selbst-bewusst werden. Sie müssen sich für leistungsgerechte Bezahlung und optimale Arbeitsbedingungen einsetzen, statt sich im Hamsterrad zu Dumpingpreisen zu verschleudern. 

 

Dafür schreibe ich meine Bücher, gebe meine Kurse und halte Vorträge.

Denn: Mama soll es besser haben - damit es allen besser geht.

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Kommentare: 1
  • #1

    Karin (Montag, 12 November 2018)

    Liebe Sonja,
    Du hast es auf den Punkt gebracht und in Deiner Lebensgeschichte finde ich mich an der ein oder anderen Stelle wieder und erkenne das, wenn ich mich in meine von Herzen und aus dem Herzen richtige und wichtige Richtung auf meinem Lebensweg gehe und bewege ist mein Leben bewegt und agiere oder auch nicht so wie es mir gut tut. Darüber bin ich in mir zufrieden, beglückt und vom Leben verzückt. Ich sage ja zum Leben, denn es kann nicht anders sein und es ist meine innere Haltung und Freiheit was ich daraus mache. Ich übernehme in vollem Bewusst sein die Verantwortung für mein Tun und Handeln, dass führt dazu das ich die Erfahrungen machen die wichtig für mich sind um eine gute Entscheidung für mich treffen zu können.
    Ganz herzlichen Dank für Deine liebevolle Hinwendung an den Malabenden. Du gibst mir den Raum hinzuspüren zu mir und meinem so sein.
    Du bereicherst mich und mein Herz.
    Bis morgen. Ich drück Dich jeeeeeetzt.
    Herzlich
    Karin