Warum es dich dein Leben kostet, nicht kreativ zu sein

"Das Bereich der psychischen Erkrankungen (ICD-10 F00-F99) hat in den letzten zehn Jahren für die Arbeitswelt erheblich an Bedeutung gewonnen. Anders als noch in den frühen 2000er Jahren, in denen Beschäftigungslose überproportional von psychischen Diagnosen betroffen waren, sind es im letzten Jahrzehnt die Berufstätigen, bei denen psychisch bedingte Fehlzeiten auffällig zunehmen. Die Gesundheitsberichterstattung der Krankenkassen zeigt, dass Krankschreibungen aufgrund psychischer Diagnosen vor allem seit dem Jahr 2006 kontinuierlich ansteigen: im Rahmen der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) hat die Zahl der Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen (AU-Fälle) bis 2015 um knapp 50 Prozent und die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) um gut 70 Prozent zugenommen. Auch die Berichte der anderen Kassen weisen ähnliche Zahlen aus: bei der BKK waren psychische Erkrankungen für rund 15 Prozent aller AU-Tage verantwortlich. Innerhalb der DAK hat sich das Arbeitsunfähigkeitsvolumen aufgrund psychischer Erkrankungen in den letzten 20 Jahren mehr als verdreifacht und Depressive Episoden (F32)  sind zur drittwichtigsten Einzeldiagnose bei Arbeitsunfähigkeit aufgestiegen (2016)" (Quelle statista.com)

 

Gleichzeitig fangen immer mehr Kinder in den Grundschulen (!) an, Kopfschmerztabletten zu konsumieren und Verhaltensauffälligkeiten zu entwickeln.

 

In allen Bevölkerungsschichten und allen Altersgruppen herrscht zunehmend Hoffnungslosigkeit und eine fatalistische Haltung gegenüber dem Leben. Das Leben scheint nicht kontrollierbar zu sein oder wenn nur für ein paar Ausgefuchste, die eben auf dem Rücken der Masse ihren Wohlstand generieren. Der Rest ist in seinem Hamsterrad für den Rest seines Lebens gefangen wie in einer indischen Kaste und muss einfach nur irgendwie funktionieren und durchhalten ... bis das der Tod sie scheidet. 

 

Dieses Szenario erinnert mich an I-Aaah, den Esel aus der Geschichte von Winnie the Pooh, für den Hoffnung auch nur aufgeschobene Enttäuschung ist - AAAAAAAHHH!

Und genau aus diesen Gründen ist es kein unnötiger Luxus sich mit Kreativität zu beschäftigen und seine Zeit mit Malen und Zeichnen zu verbringen, sondern ÜBER-LEBENS-WICHTIG!

 

Die Schulen haben allen Reformansätzen zum Trotz letztlich nur dafür gesorgt, dass weiter brave "Soldaten" für die Arbeitswelt herangezüchtet werden, die ihr Hirn und Herz am Eingang abgeben. Eigene Meinung oder gar eigene Persönlichkeit sind 10 bis 13 Jahre nicht erwünscht und schon gar nicht entwickelt worden.

 

Und dann wundern sich manche Arbeitgeber (oder auch nicht, denn auch bei einigen von Ihnen sind Eigenständigkeit und Eigeninitiative bisweilen immer noch nicht erwünscht), warum sie an mangelnden Innovationen oder wegen zu hohem Krankenstand "sterben".

Dabei sind Kunst und Musik bereits in den Lehrplänen der Schulen vorgesehen. Jedoch fallen sie zu oft dem Lehrermangel zum Opfer und es werden immer noch Fächer statt Schüler unterrichtet. 

 

Wenn der Auftrag der Bildungseinrichtungen darin bestünde, gesunde, fröhlichen und von Natur aus neugierige Kinder so ins Leben zu begleiten, dass sie ihre innere Entdeckerfreude/intrinsische Motivation ihr ganzes Leben behalten; dass sie um ihre Stärken und Talente wissen und sie nutzen statt sich in der Therapie von "Schwächen" zu verlieren und wenn diese Menschen in der Lage wären, ihr Leben erfolgreich zu gestalten/kreieren, dann wären nicht nur der Krankenstand, Anzahl der nichtbesetzten Stellen, die Arbeitslosenquote niedriger sonder die ganze Welt ein besserer Ort.

 

Nicht allen Künstlern ist die Fähigkeit Malen und Zeichnen zu können in die Wiege gelegt worden. Meister fallen auch heutzutage nicht vom Himmel. Im Gegenteil besitzen diese Menschen Hingabe, die sie in Disziplin, Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen verwandeln - Fähigkeiten, die bei der intensiven Nutzung von Computerspielen manchmal verlorengehen, weil dort Erfolgserlebnisse schneller zu haben sind (was eben auch den Suchtfaktor ausmacht). 

 

Wer realistisch Zeichnen kann, kann seine Perspektive ändern, sich fokussieren und hat eine sehr gute Auge-Hand-Koordination, die wir schon beim Schreibenlernen benötigen. Die Fähigkeit zum Perspektivwechsel fördert aber auch Flexibilität und die Entwicklung neuer Ideen.

 

Überhaupt sind "Kreative" offenherzig und offenen Geistes - sie wissen, dass scheinbar aus dem Nichts Inspiration ihr Handeln beflügelt, sie also in der Lage sind Ideen "zu empfangen". Wer sich regelmäßig für Inspirationen öffnet und Kreativitätstechniken beherrscht, kann Ideen am laufenden Band "produzieren", also Lösungen für konkrete Fragestellungen entwickeln.

 

Nicht nur in der Werbebranche ist diese Fähigkeit gefragt, sondern auch bei Ingenieuren aller Branchen, aber eigentlich in jedem Beruf wo "Probleme" gelöst werden müssen. "Wie können wir diese oder jene Krankheit therapieren?", "Warum geht dieses Auto ständig kaputt?", "Wie können wir unseren Kunden einen noch bessere Service bieten?", "Wie kann ich meinen Klienten zu mehr Erfolg verhelfen?", "Wie kann ich das Produkt so bauen, dass Form und Funktion stimmig/erfolgreich/ein Problemlöser für meine Kunden sind?" ...

 

Deshalb gebe ich nicht einfach "nur" Mal- und Zeichenkurse sondern ermutige meine Teilnehmer auch immer neues Denken und Wahrnehmen zuzulassen und zu üben und positiver auf die eigenen Fähigkeiten zu schauen.

Weiterhin ist Kunst ein Mittel um aus sich von dem Fluch des Funktionierens zu befreien und sich selbst besser kennenzulernen um besser dafür sorgen zu können, dass man gesund bleibt. Du kannst deine Gefühle wunderbar mit Tanzen, Musizieren und Malen ausdrücken, verarbeiten, transzendieren.

 

Muss ich noch mehr sagen? Wer jetzt noch auf Kreativität in seinem Leben verzichten will, dem ist nicht mehr zu helfen ^.-

P.S. Im Januar beginnen die neuen Kurse für Kinder, Teens und Erwachsene in Niederkassel  - trag dich gleich für meinen Newsletter ein und erfahre sofort, wann du dir deinen Platz "an der Sonne" reservieren kannst. 

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