Das größte Missverständnis über "The Secret"

Es ist schon über zehn Jahre her, dass ich "The Secret" von Rhonda Byrne das erste Mal gelesen habe. Auch "Ein Kurs in Wundern", "Der Herzmagnet" von Rüdiger Schache und viele Bücher drumherum sind mir bekannt. 

Passende Parkplätze wie den unmittelbar vor dem Skaterladen im Belgischen Viertel in Köln um meinen Sohn mal eben einzukleiden oder den kostenfreien direkt am Kölner Weihnachtsmarkt am Dom, an einem Sonntagnachmittag wohlgemerkt, manifestiere ich im Schlaf.

 

Trotzdem habe ich mit der Formel "Ask - Belief - Recieve" kein dauerhaftes Glück und oder Geld in meinem Leben manifestieren können. Im Gegenteil es hat mich an den Rand des Ruins gebracht, den Rand auf der dunklen Seite. 

 

Ich hatte Visionboards, habe gebetet, positive Formuliert, gelaubt, aber außer Stress, Angst und einen Schuldenberg scheinbar nix Gutes in meinem Leben manifestiert. 

 

In den letzten 20 Jahren habe ich einiges gehört und gelesen, weil ich das Leben unbedingt verstehen und für mich und meine Kinder heil, gesund und finanziell erfolgreich gestalten wollte.

 

Dennoch beginne ich jetzt erst zu begreifen, wie es wirklich gemeint ist und setze es um. Das ist eins der entscheidenden Details.

 

Mein Eindruck ist, dass es ganz vielen Menschen so ergeht. So als würde das kollektive Bewusstsein sich ebenfalls entwickeln und endlich die scheinbar so komplizierte Glücksformel verstehen. 

 

Dabei ist es ganz einfach:

 

1. Deine Gedanken lösen Gefühle in dir aus und diese intensive Gefühlsenergie zieht quasi gleiches an. 
D.h. wenn du dich permanent aufregst, ziehst du Dinge/Menschen/Situationen an, über die du dich aufregen kannst. 

 

2. Wenn du etwas in deinem Leben ändern willst, ändere deine Art und Weise zu denken. Denk jetzt nicht an einen rosa Elefanten! Und? An was hast du gedacht? Genau, an einen rosa Elefanten. Du kannst nur NICHT an etwas denken, wenn du stattdessen etwas ANDERES denkst. Wenn du deine Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenkst. 

 

3. Sei dankbar

nicht denken, nicht fühlen - SEIN.

In dem Moment, wo du aufhörst dich zu vergleichen und das wertschätzt, was hier und jetzt in deinem Leben ist und du dafür dankbar bist, hörst du auf "arm", "ehrgeizig", "talentiert", "Eltern", "Angestellter" oder was auch immer zu sein. Das sind ja nur die Schubladen, die dein Reptiliengehirn braucht um ggf. den Flucht-oder-Angriff-Modus auszulösen. Wenn du mit Körper, Geist und Seele, denken, fühlend dankbar bist,
dann bist du einfach und zwar im "Hier & Jetzt".

 

Wie kommst du da hin?

 

1. Du schreibst JEDEN Morgen und JEDEN Abend auf, wofür du HEUTE dankbar bist, was dir Freude bereitet hat, wie du jemandem geholfen hast - AUFSCHREIBEN!

 

2. JEDE volle Stunde des Tages lenkst du deine Achtsamkeit auf dich und die Tatsache, dass dein Herz noch schlägt, dass deine Liebsten (Familienmitglieder, Kollegen, Chefs, Haustiere, Freunde) bei dir sind und feierst dein Leben mit einem Lächeln. Überleg mal wie viel Millionen das nicht mehr können.

 

3. Du tust immer eins zur Zeit. Du richtest deine volle Aufmerksamkeit auf das was du da gerade tust und tust es mit Freude und Dankbarkeit dafür, dass du es überhaupt tun kannst (weil du lebst, weil dir keine Gliedmaßen oder jedenfalls das entscheidende für diese Tätigkeit nicht fehlen, weil du eine Aufgabe hast, weil du u. U. für diese Aufgabe sogar bezahlt wirst, weil du nicht unter einer Brücke schlafen musst). Wenn du Auto fährst, fährst du Auto, wenn du kochst, kochst du, wenn du mit deinen Kindern zusammen bist, schenkst du ihnen deine Aufmerksamkeit. Das nennt sich ACHTSAMKEIT.

 

4. REPEAT - Immer, wenn du merkst, dass deine Gedanken abdriften, kehre mit deiner Aufmerksamkeit zu dir und dem was du tust zurück. 

 

Ja, das ist für die meisten von uns schwer.

Ja, das kann man lernen - ist wie Muskeltraining.

Ja, wenn du dich für "7-Tage-Probetraining" mit dir selbst verabredest und deine Erfolge zusammen mit dem o.g. 1. Punkt Abends in dein Journal schreibst, wirst du deutliche Veränderungen bemerken.

Ja, wenn wir uns unserer Sterblichkeit bewusst sind, können wir viel Bullshit aus unserem Leben entlassen und haben mehr Zeit für das Wesentliche. Das nimmt uns den Stress und die Angst "etwas" zu verpassen. 

 

Es ging nie darum, sich einmal ein Visionboard zu basteln, sehnsüchtig darauf zu starren im Bewusstsein, welchen Mangel du in deinem Leben scheinbar hast und darauf zu warten, dass der Weihnachtsmann dir schon die Millionen, die Villa, den Sportwagen in deinen Schoß wirft. 

 

Nichts im Leben funktioniert auf Knopfdruck, mit einer einmaligen Aktion, mal eben so.

 

Wenn du das denkst und erwartest womöglich in Kombination mit ganz viel anderem negativen Kram, dann brauchst du dich über dein "Schreckliches Leben" nicht wundern. 

Du denkst und fühlst es dir schrecklich.

 

Und nur von Positivem Denken wird dein Leben auch nicht besser. Das Fühlen ist schon so etwas wie das Salz in der Suppe. Wenn du also das, was du denkst auch fühlst und dies ÜBERWIEGEND positiv ist, werden dir schon positivere Sachen passieren. Oder vielleicht passiert dir immer noch das Gleiche, aber du DENKST ANDERS darüber und deshalb löst das auch ANDERE GEFÜHLE in dir aus ...

 

Die Königsklasse ist es, wenn du weder in der Vergangenheit leidest, noch die Zukunft ersehnst, sondern HIER & JETZT einfach GLÜCKLICH, weil DANKBAR BIST!

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