Aber ich mache doch alles richtig, warum klappt es denn bloß nicht

Ich habe mir jahrelang den Arsch abgearbeitet. Und zwar seit meiner Ausbildung. Ich war bei Bankettveranstaltungen die, die die hintersten Tische hatte .... und das geringste Trinkgeld.
In meinen Bürojobs habe ich immer mein Bestes gegeben und später als arbeitende Mutter meine Kinder durchaus vernachlässigt, dennoch wurden mir weder die Superjobs noch das super Gehalt hinterhergeworfen. Und dann in meiner Selbständigkeit: Ich habe alles richtig gemacht, liebe meine Arbeit und meine Klienten, kann reden, schreiben, gestalten, selbst Homepages programmieren, Bilder bearbeiten und und ... und  habe "Idioten" mit schlechterem Angebot an mir vorbeischlendern sehen, die sich dann vor meiner Nase strahlend in ihrem Erfolg und Geld suhlten. Ich hätte Kotzen können. 
Und auf dem Höhepunkt meines Engagements und meiner Aktivitäten, trotz schlafloser Nächte mit Stillkind, kam dann mein Zusammenbruch. Mein wirtschaftlicher wohlgemerkt. 

Klar kann ich das einfach auf die Formel schieben, dass ich eben mehr Geld ausgegeben hatte als eingenommen. 
Viel wichtiger sind hier jedoch die Fragen, warum ich nichts eingenommen habe bzw. was ich aus dieser Situation lernen sollte. Und nein, es gibt kein Wischen und Wuschen mit dem Zauberstab und dann ist ein für alle mal alles gut. Ok, das ist mein Glaubenssatz. Wer an magische Hebel glaubt, die er nur einmal umlegen muss, für den wird das wohl so funktionieren. Denn auf deine Glaubenssätze kommt es an. Und das ist jetzt wirklich wichtig:

 

Deine Glaubenssätze sind unbewusste Programme in dir, die dafür sorgen, wie dein Leben abläuft. Mit denen DU dafür sorgst, wie dein Leben abläuft. Es ist wie bei einem Eisberg. Bei dem ist der größte und gefährlichste Teil auch nicht sichtbar, weil unter Wasser. Und dieser Teil schlitzt dir den Bauch auf und lässt dich untergehen. Klar soweit?

 

Ehrlich, was für eine Psychokacke! Wenn du dir mal in einer stillen Stunde die Frage stellst "Aus welchen Gründen sabotiere ich mich immer wieder selbst?" dann wirst du echt kotzen, wenn du die Antwort bekommst. Du gönnst es dir einfach nicht. Du denkst, es steht dir nicht zu. Du bestrafst dich selbst für etwas, an das du dich unter Umständen nicht mal erinnern kannst. Weil irgend so ein Arsch in deiner Kindheit mies zu dir war, hast du alles daran gesetzt dass jeder und jedes mies zu dir ist. Was für eine gequirlte Kacke!

 

Ich empfehle dir für das Trockenlegen deines inneren Eisbergs, also deiner negativen Glaubenssätze das automatische Schreiben.

 

Hierfür nimmst du dir etwa 20 Minuten Zeit, in denen du absolute Ruhe hast. Außerdem Stift und Papier. Muss nicht schön sein, wandert danach nämlich in den Müll. Du legst dir alles zurecht, schließt dich ein, schaltest Handy etc ab und atmest 7 mal tief ein- und aus. 

 

Dann schreibst du deine Frage auf. Frag, was dich blockiert. Frag, welche Glaubenssätze dich sabotieren.

 

Und dann SCHREIB! Schreib AUTOMATISCH, ohne nachdenken, ohne den Stift abzusetzen, ohne Punkt, Komma oder sonstwas einfach auf, was dir in den Sinn kommt. Hör nicht auf bevor du nicht eine Antwort hast. In der Regel kommt erstmal viel Blödsinn. Ein bisschen so, als müsstest du erstmal die Grasnarbe entfernen um ein neues Beet anzulegen. Und du musst den Schutt rausschreiben. Aber dann, dann kommst du zu deinem Schatz bzw. dem Bodensatz deiner Glaubenssätze. Nicht schön das. Manchmal richtig zum Kotzen oder Heulen. 

 

Aber erst, wenn du diese miesen Verräter in dir selbst kennst, bist du frei deinen Weg wirklich zu gehen. 

 

Und in der nächsten Woche verrate ich dir wie du mit diesen Verrätern umgehst. Hängen, erschießen oder doch irgendwie lieben? ...

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