Was sehe ich, was du nicht siehst?

Gestern rief mich eine Klientin unter Tränen an. Ich hatte ihr im Auftrag einer gemeinsamen Bekannten ein KraftBild gemalt. Anlass war der plötzliche und viel zu frühe Tod ihres Ehemannes. 

Sie fragte mich, ob ich mich mit unserer gemeinsamen Bekannten über sie unterhalten hätte. Hatte ich nicht. Zumindest nicht im Detail.

Sie fragte mich, woher ich diese gewissen Details wisse. 

Nun ... ich bekomme Antworten auf meine Fragen an das Universum. 

Ob ich vorher gewusst hätte, was passieren würde.

Nein, leider oder zum Glück muss ich mich, wie ich immer sage, mittels meiner Fragen "einloggen". Einloggen in die universellen Energien, in die Große Bibliothek, wie auch immer man das bezeichnen mag. 

Ja, ich bekomme manchmal Informationen über die Zukunft. Manchmal auch nicht. Wenn sie gerade für diesen Menschen nicht wichtig sind. 

Wir können und dürfen nicht alles wissen. Ich bin sehr froh darum. Wenn ich über jedes Leid von jedem Menschen, mit dem ich zu tun habe, Bescheid wüsste, würde ich sicherlich bald in die Klappse gehen müssen, weil ich daran zerbräche. Denn auch ich leide, wenn ich traurige Informationen weitergeben darf. 

Und auch ich erfahre unangenehme Situationen, die mir nicht vorausgesagt wurden. 

Ich glaube an so etwas wie Schicksal. Nicht in seinem fatalistischen Sinne wo man sich gleich eine Kugel in den Kopf schießen möchte. Nein. Eher in dem Sinne, dass es einen Kosmos gibt; eine universelle Ordnung, in welcher wir alle miteinander verbunden sind  und wo es butterfly effects gibt und wo auch die kleinste Planänderung einen Tsunami verursachen kann. 

Manchmal dürfen wir im Kleinen erfahren, warum die Dinge sind, wie sie sind. Manchmal ist es einfach zu komplex oder wir sind zu "klein" um es zu begreifen. 

Ich bin demütig geworden in den letzten Tagen, Wochen, Monden. Und dankbar, dass ich hin und wieder den Menschen helfen darf mit ein paar Informationen oder den KraftBildern.

Die Klientin wird noch eine Weile trauern. Das gehört dazu. Aber sie war auch dankbar. Dankbar, weil sie zwar das große Warum nicht versteht, aber das Gefühl hat, ihr Schicksal hat einen Sinn. Darum geht es doch letztlich immer. 
Dass wir wenigstens das Gefühl haben, es ist nicht völlig sinnlos, unser Leben und alles, was wir darin tun ...

Kommentar schreiben

Kommentare: 0