3 Dinge, die ich tue, wenn ich in einer tiefen Krise stecke.

Blüte des Kakaobaumes - aus dem Botanischen Garten Mainz
Blüte des Kakaobaumes - aus dem Botanischen Garten Mainz

Jemand hat mal behauptet, Künstler müssten depressiv sein, dass wäre der Zündstoff für ihre Kreativität. Naja. Ich weiß nicht. Die Phasen, wo ich mir ein Ohr abschneiden möchte wie van Gogh oder den Gasherd aufdrehen wie Sylvia Plath, sind eher mindestens Nerv tötend als schöpferisch. Und ja, als sensibles Wesen und als Hormonzombie kenne ich diese Phasen leider auch.

 

Was tun? Wie überleben wir diese tiefschwarzen Nächte der Seele und wachen mit zwei gesunden Ohren und ohne zieselierten Unterarm wieder daraus auf?!

 

1. Ich kaufe mir Schokolade.
Am besten hochwertige, mit einem Anteil von mindestens 55 % Kakao. Denn was in "Harry Potter" steht muss einfach stimmen ^.-  
Tatsächlich ist die Kakaobohne ein Heilmittel. Darüber hat Steffi von Happyhealthysteffi.com ganz toll geschrieben. Wenn ihr bei google "heilmittel Kakao" oder "superfood kakao" eingebt, findet ihr noch mehr Interessantes. 

Am wichtigstens ist mir hier jedoch, dass der Genuss von Kakao/Schokolade im Gehirn die Dopamin und Serotoninausschüttung erhöht und so tatsächlich für gute Laune sorgt.

Außerdem enthält Kakao Polyphenole, mit die stärksten Antioxidantien, die unser Immunsystem unterstützen.

Kakao Nibs findet ihr inzwischen sogar bei dm - im Laden und im Onlineshop!

 

2. Ich putze meine Seelennase.

Manchmal muss der Rotz einfach raus! Dafür nehme ich mir ein Blatt Papier und "schreie"/schreibe meinen ganzen Frust auf, meine Verzweiflung, meine Wut, meine Vorwürfe gegen Gott und die Welt. Solange, bis ich mich deutlich besser fühle (meist schon nach einer Seite). Dann dieses Blatt auf jeden Fall zusammenknüllen und ab in den Müll damit. Wer kann und mag, darf es gerne in einem Feuerkorb oder im Grill verbrennen. Ich finde immer, dass wirkt dann irgendwie noch befreiender.

 

3. Ich stehe dazu, dass es mir schlecht geht.

Klar bin ich für eine positive Grundhaltung und für die Überwindung von kurzfristigem Frust, mittels Grinsen bzw. Lächeln. Das funktioniert aber bei tiefen Krisen nicht mehr. Dann erlaube ich mir für ein, zwei oder eben auch die fünf Tage, dass es mir schlecht geht. Ich setzte eine Rahmen und sage "Ok, es geht mir besch..., aber nur bis Sonntag und am Montag starte ich wieder mit einem Strahlen durch." Auch, wenn mich jemand fragt, gebe ich zu, dass es mir gerade nicht so gut geht, aber ich bemühe mich, nicht den ganzen Tag zu jammern - nur den halben. Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, das wird stärker.

Wenn ich also den ganzen Tag über meinen Frust rede, geht es mir meist noch schlechter. Erlaube ich mir allerdings eine begrenzte Zeit eine Krise ohne weiter zu lamentieren, lasse ich den Frust eigentlich schon los und gebe ihm keine zusätzliche Macht über mein Leben.

 

Wenn ihr mehrere Wochen nicht mehr aus dem Tief rausfindet, dann holt euch bitte professionelle Hilfe oder schlagt euren Arzt oder Apotheker. 

Bei einer klinischen Depression oder einem fetten burn out, wendet bitte eure letzte Kraft für eure Eigenverantwortung auf und wartet nicht, bis es zu spät ist. 

 

Für alle anderen gilt: Welche Schokolade isst du am liebsten?

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Gerard Autry (Freitag, 03 Februar 2017 14:38)


    Do you mind if I quote a couple of your posts as long as I provide credit and sources back to your weblog? My blog site is in the very same niche as yours and my users would certainly benefit from some of the information you provide here. Please let me know if this ok with you. Appreciate it!